Eine Vereinigung von Männern der St. Pankratii-Kirchengemeinde in
Stade hatte am 1. Advent des Jahres 1414 die St.
Pankratii-Brüderschaft ins Leben gerufen. Die Beweggründe dieses
Zusammenschlusses waren die Armenfürsorge, die eigene
Sicherstellung bei Invalidität sowie die Versorgung der Witwen und
minderjährigen Kinder bei frühem Tod.
Diese Aufgabe hat sich die Brüderschaft bis auf den heutigen Tag
erhalten, obwohl die St. Pankratii-Kirche – sie stand auf dem
Burgberg zwischen altem und neuem Hafen – zu Beginn des 18.
Jahrhunderts abgebrochen werden musste.
Die Gelder für die Durchführung des Zweckes der Brüderschaft wurden durch Sammlungen mit vielen Sammelbüchsen, die in Gaststätten und verschiedenen Privathäusern ausgestellt waren, erbracht. Die Armenfürsorge umfasste zum Beispiel im Jahr 1753 nach der Niederschrift des rechnungsführenden Bruders 150 bedürftige Personen, darüber hinaus mussten noch die Bewohner des Pockenhauses, des Siechenhauses und des St. Johannesklosters bedient werden.




