Die dreischiffige gotische Hallenkirche, die größte im Erzstift
Bremen, entstammt der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurde
anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, der wohl bis in das 11.
Jahrhundert zurück reicht. Einzig der Westturm geht sogar in das
13. Jahrhundert zurück. Im Stadtbrand von 1659 wurde auch die
Kirche im Inneren zerstört und danach neu ausgestattet.
Der Turm erhielt einen hohen Turmhelm, der 1724 durch Blitzschlag
zerstört und durch das flache Zeltdach ersetzt wurde. Von der
Innenausstattung bemerkenswert sind Altar und Kanzel von 1660,
Kronleuchter des 16. und 17. Jahrhunderts und eine Reihe von
Epitaphen.
Das Kircheninnere wurde 1958-60 und 1991 weitgehend restauriert.
Dabei konnte ein Teil der alten Deckenbemalung wieder hergestellt
werden.
Der schiefe Turm von Stade
Kirche St. Wilhadi

Öffnungszeiten April bis Oktober | ||
Mo - Sa | 10:30 - 12:30 Uhr 14:00 - 16:30 Uhr | |
Die Erasmus-Bielfeldt-Orgel

Ähnlich wie in der Kirche St. Cosmae ist auch in der Kirche St.
Wilhadi die Orgel ein kulturhistorisch bedeutender Schatz. Sie
wurde 1731-36 vom Orgelbaumeister Erasmus Bielfeldt erbaut.
Bielfeldt, der vermutlich in Stade geboren ist, wurde beim
Schnitgerschüler Matthias Dropa in Lüneburg ausgebildet.
Bielfeldt wirkte hauptsächlich in der Orgellandschaft zwischen Elbe
und Weser. Dank der Restaurierung seines Orgelwerkes in der Kirche
St. Wilhadi durch den Orgelbauer Jürgen Ahrend im Jahre 1990 hat
sie heute wieder ihr historisches Klangbild.
Erfahren Sie mehr über Geschichte und Geschichten der
Innenstadtkirchen und lauschen Sie der Orgel in St. Cosmae bei
einer Themenführung...







