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Von Gotik bis Postmoderne
Stadt der Stile

Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben von jeher den jeweiligen Zeitgeschmack in die Architektur ihrer Häuser einfließen lassen. Folglich finden wir in den Straßen der Altstadt Bauwerke aus fast allen Epochen der Stilgeschichte. Die Bandbreite reicht von der Gotik bis zur Postmoderne.

Aus der Gotik sind zum Beispiel Mauerteile im Hökerhus und am Bürgermeister-Hintze-Haus überliefert, der Gertrudenaltar in St. Cosmae sowie die Gewölbe des Rathauskellers.

Aus der Zeit der Renaissance haben sich das Traufenhaus in der Bäckerstraße, Knechthausen und die Fassade des Bürgermeister-Hintze-Hauses erhalten, das bereits barockes Schmuckwerk trägt. Stade ist insgesamt reich ausgestattet mit Bauwerken und Kunstschätzen aus der Barockzeit.

Auch der Klassizismus ist heute noch reichlich im Stadtbild zu finden. Es handelt sich um herrliche Fassaden und Haustüren in der Hökerstraße, Holzstraße, Große Schmiedestraße, Wasser Ost und Bungenstraße. Insbesondere das Biedermeierschaufenster in der Großen Schmiedestraße 19 ist beachtenswert.

Aus der Epoche des Historismus, in der die Stadt sich aus ihrem engen Festungsring befreite, gibt es reichlich Beispiele wie das Senatorenhaus

in der Bungenstraße mit seinem Saal, das Regierungsgebäude, das ehemalige Militärhospital, ganze Straßenzüge der Gründerzeit (Harburger Straße, Schiffertorsstraße, Parkstraße) und viele Einzelfassaden im Bereich der Altstadt.

Der Jugendstil hat in Stade ebenfalls seine Spuren hinterlassen. So sind ihm zwei Fassaden in der Holzstraße und in der Hökerstraße zuzuordnen. Aus der Schule der Werkbundarchitektur stammen die alte Stadtsparkasse in der Holzstraße und das Wohnhaus Schiffertorsstraße 41.

Den Neoklassizismus verkörpern das ehemalige Wehrbezirkskommando am Sande und die Kasernen des Fliegerhorstes (heute Ottenbeck).

Aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen einige Bauwerke, die die Maßstäblichkeit der Altstadtbebauung sprengen. Das sind u.a. die Westbank, die Stadtsparkasse und die Kreissparkasse. Aus der Schlichtheit der Architektur der Behördenneubauten am Sande hebt sich nur das Kreishaus wohltuend hervor.

Zu den Zeugnissen der sogenannten Postmoderne zählen die jüngsten Neubauten in der Hökerstraße, der Johannisstraße und am Salztor.

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