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Auf den Spuren von Abt Albert

Ankerpunkte in Stade aus dem 13. Jahrhundert

Abt Albert von Stade unternahm von 1235 bis 1237 als damaliger Abt des Stader Benediktinerklosters eine Reise nach Italien, um eine Klosterreform durchzusetzen.

Er wollte dort die geplante Umwandlung seines Klosters in ein Zisterzienserkloster mit päpstlicher Hilfe erreichen und wählte für die Hinreise einen weiten Umweg über Belgien und Frankreich. Unter anderem besuchte er die Wallfahrtskirche in St. Jean de Maurienne zwischen Chambery und Turin, in der sich Reliquien Johannes‘ des Täufers befanden. Diesem Heiligen sollte später die Kirche des Stader Franziskanerklosters geweiht werden.

Zwar erhielt er nach monatelangen Bemühungen schließlich eine Urkunde des Papstes Gregor IX. in der Hand. Seinen Wünschen entsprach diese aber leider nicht. Für den Rückweg nahm er dann die direktere Route von Tirol über den Brenner, Bayern, Thüringen, den Harz gen Norden auf dem Verlauf, wie wir ihn heute für die Via Romea Germanica kennen.

Seine Bemühungen scheiterten, das Stader Kloster St. Marien in ein Zisterzienserkloster umzuwandeln. Daher verließ er das Kloster und den Benediktinerorden und trat 1240 in den Stader Franziskanerkonvent ein.

Er verfasste mehrere Werke. In seinen „Annales Stadenses“ dokumentierte er die wichtigsten politischen und kirchlichen Ereignisse seiner Zeit und schrieb auch über die Erfahrungen auf seiner Reise und machte äußerst präzise Angaben zum Streckenverlauf und seinen pro Tag gelaufenen Meilen. Daher ist die Route der Via Romea Germanica historisch begründet. Mittlerweile ist die gesamte historische Strecke erforscht.

Bereits im Spätmittelalter ist den Reiseberichten des Abt Albert von Stade Aufmerksamkeit geschenkt worden und findet heute durch die Möglichkeit, auf seinen Spuren die Via Romea Germanica zu erkunden, wieder Aktualität.

Kloster & Gruft

Bei einer Klosterführung begeben Sie sich mit einer Gästeführerin auf die Spuren des Abtes Albert von Stade, einem Chronisten und Zeitzeugen des Mittelalters.

Das St. Johanniskloster ist Stades einziges erhaltenes Klostergebäude. Seine besondere Atmosphäre im Innenhof haben viele sicher schon einmal gespürt, doch das Innere der alten und mittlerweile ziemlich krummen Mauern bleibt der Öffentlichkeit in der Regel verborgen. Eine Gästeführerin begibt sich mit ihrer Gruppe auf die Spuren des Abt Albert von Stade, ermöglicht ihren Gästen einen exklusiven Blick hinter die historischen Gemäuer.

Ihre Ansprechpartnerin

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Stefanie Scholl

Marketing Tourismus
scholl@stade-tourismus.de
04141 77698-62

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